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Logopädie

Logopädie

Wir Logopädinnen und Logopäden möchten die Kommunikation unserer Patienten verbessern.

Die Logopädie beschäftigt sich mit Sprache, Sprechen, Stimme, Schlucken und Hören.

Wir diagnostizieren und behandeln.

Gezielt führen wir Übungen durch zu Artikulation, Atmung, Stimmgebung, Hören, Schlucken. Auch Wortschatz, Wortfindung, Grammatik, Lesen und Schreiben gehören zur Logopädie.

Eltern und Angehörige begleiten und beraten wir in logopädischen Fragen.

 

Kontakt

Bei der Aphasie handelt es sich um eine durch Hirnschäden verursachte, so genannte zentrale Sprachstörung. Charakteristisch ist, dass alle Bereiche der Sprache betroffen sind, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß: Sprechen, Sprachverständnis, der Abruf von Worten, die Grammatik, das Lesen und das Schreiben.
Beispielsweise kann eine Aphasie die Folge eines Schlaganfalls sein. Die Logopädische Therapie sollte in den ersten Monaten nach dem Schlaganfall sehr intensiv durchgeführt werden.

Wie die Aphasie ist Sprechapraxie ebenfalls neurologisch bedingt und tritt auch oft mit ihr gemeinsam auf. Bei den betroffenen Patienten ist die Planung der zum Sprechen notwendigen Bewegungsmuster gestört. Deshalb lassen sie Laute aus, fügen welche hinzu oder sagen sie in der falschen Reihenfolge. Zudem sind Sprechmelodie und -rhythmus verändert, so dass die Aussprache oftmals nur schwer verständlich ist.

Patienten mit einer Dysarthrie sprechen gepresst, undeutlich und verwaschen – bis hin zur Unverständlichkeit. Ursache ist eine gestörte Sprechmotorik, entweder in Folge von Krankheiten wie dem Morbus Parkinson oder bedingt durch Verletzungen der fürs Sprechen zuständigen Nerven und Muskeln.
Wenn zusätzlich noch die Atmung und die Stimmbildung im Kehlkopf beeinträchtigt sind – was häufig vorkommt – sprechen Fachleute von einer Dysarthrophonie.

Heiserkeit und Räusperzwang sind die typischen Anzeichen einer funktionellen Dysphonie. Die Symptome entstehen, weil die Betroffenen ihre Atmung und ihren stimmbildenden Kehlkopf beim Sprechen falsch oder zumindest nicht ökonomisch genug einsetzen. Aber auch Entzündungen, Lähmungen und bösartige Tumoren können dazu führen, dass die Stimmgebungsorgane nicht mehr richtig funktionieren, bis hin zum Ausfall der Stimme. In diesem Fall handelt es sich um eine organische Dysphonie.

Besonders häufig ist der Schluckakt als Folge eines Schlaganfalls betroffen. Andere Auslöser einer Schluckstörung sind Operationen und Bestrahlungen von bösartigen Tumoren im Bereich des Halses und des Mundes. Je nach Ausmaß erschweren Schluckstörungen die Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme oder machen sie sogar ganz unmöglich.

Logopädische Therapie kann helfen, mittels Übungen die Hörfähigkeit zu vertiefen. Beseitigt wird die Hörstörung durch Logopädie jedoch nicht. Für Menschen mit Hörgeräten oder mit einem Cochlea Implantat kann logopädische Therapie sehr hilfreich sein.

Hörprobleme des Alterns – Hören mit Hörgerät

Das Hören verändert sich im Alter, es wird schlechter. Viele Menschen erhalten deshalb zur Verbesserung des Hörens ein Hörgerät. Im Gewöhnungszeitraum an das „neue“ Hören kann Logopädie helfen. Wir bieten Ihnen im Rahmen logopädischer Therapie ein Hörtraining an, das Sie darin unterstützt, beim Hören mit einer technischen Hilfe gut zurecht zu kommen.

In jedem Falle sollte bei Hörproblemen der Hals-, Nasen- Ohrenarzt Ihr erster Ansprechpartner sein.

Störungen des Redeflusses machen sich durch Laut-, Silben- und Wortwiederholungen bemerkbar. Ein bekanntestes Beispiel ist das Stottern, unter dem nicht selten Erwachsene leiden.
Auch das Poltern ist eine Störung des Redeflusses bzw. eine Sprechstörung. Es zeigt sich in einem gehäuften Auftreten von Auslassungen und Verschmelzungen von Lauten und Silbenfolgen, Lautersetzungen und Lautveränderungen, die häufig zur Unverständlichkeit von Äußerungen führen.
Poltern und Stottern werden von Logopäden behandelt.

Betroffen sind zum Beispiel Erwachsene nach Tumoroperationen im Mund- oder Halsbereich.
Darüber hinaus können Gesichtslähmungen infolge eines Schlaganfalles oder auch im Zusammenhang mit einer Virusinfektion auftreten und die Sprech- und Schluckvorganges stören.

Menschen mit Trachealkanüle sind ganz besonders auf das Zusammenwirken von Logopäden, Ärzten, Pflegenden und anderen Fachleuten angewiesen.

Die Logopädie hat dabei eine besondere Stellung, denn wir Logopäden sind die Profis in Bezug auf den Schluckakt, die Sicherung der Atemwege beim Schlucken und die Spezialisten für den Kehlkopf und die Muskulatur im Hals-Kopf-Bereich.